Vordere Knieschmerzen – Patellaspitzensyndrom
Die Schmerzen betreffen beim Patellaspitzensyndrom die untere Spitze der Kniescheibe, beziehungsweise die Patellasehne und äußern sich sowohl bei der Laufbelastung als auch im Anschluss an das Laufen. Häufig ist vor allem die Beugung des Knies schmerzhaft, Belastungen in die Beugung hinein (Kniebeuge, Bergablaufen, Treppensteigen, Sprünge) sind besonders unangenehm. Der Schmerzpunkt ist relativ klar begrenzt und reagiert auch auf Druck empfindlich. Nach einer Laufpause können die Schmerzen ohne begleitendes Beweglichkeitstraining der betroffenen Muskulatur und Patellasehne immer wieder auftreten. Wird das Patellaspitzensyndrom nicht behandelt, können die Beschwerden wegen der Reizung der Kniescheibe chronisch werden.
Die Ursachen für den vorderen Knieschmerz liegen in der Regel in einer zu festen Oberschenkelmuskulatur und einer zu wenig elastischen Patellasehne. Die beim Laufen durch Fußaufsatz und die Arbeit der Beinstrecker auftretenden Kräfte können nicht optimal über die Patellasehne umgesetzt werden, es entsteht eine Überlastung der Sehne. Unter Umständen wird die Überlastung auch durch eine schwache Lauftechnik unterstützt, was erhöhte Kräfte auf das Kniegelenk wirken lässt.
Um der Beschwerden Herr zu werden, sollte die Oberschenkelmuskulatur regelmäßig in ihrer Beweglichkeit trainiert werden, sowohl nach dem Lauftraining als auch unabhängig vom Lauftraining in einer eigenen Trainingseinheit. Dazu empfehlen sich eine Kombination aus Lockerungsübungen, wie zum Beispiel dem Ausrollen der Muskulatur mit einer Schaumstoffrolle, und das anschließende Dehnen der vorgelockerten Muskulatur. Die elastischen Eigenschaften der Muskel-Sehneneinheit lassen sich so effizient verbessern.
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