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(Betriebs-)Sport und Gesundheitsförderung

„Wer rastet, der rostet“

Diese alte Volksweisheit ist heute aktueller denn je.

Bewegung und Sport sind wichtig für das Wohlbefinden und für die gesundheitliche Vorsorge. Bewegungsmangel ist in den Industrieländern eine der häufigsten Ursachen für körperliche Beschwerden wie Nacken- oder Rückenschmerzen und auch wesentlich beteiligt an der Entstehung chronischer Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Arteriosklerose. Diese Leiden sind inzwischen so verbreitet, dass sie Volkskrankheiten genannt werden.

Im Alter nimmt die Bedeutung von körperlicher Aktivität entgegen weitverbreiteter Vorurteile noch zu. Um das sechste Lebensjahrzehnt herum treten die Folgen des Abbaus körperlicher Leistungsfähigkeit, der unbemerkt und schleichend schon vierzig Jahre zuvor eingesetzt hat, deutlich zu Tage. Bewegung und Ausgleichssport können diesen Abbau bremsen. Denn nur ein kleiner Teil ist als Symptom des Alterungsprozesses genetisch verankert. Weitaus mehr ist auf jahrelangen Bewegungsmangel vor allem am Arbeitsplatz zurückzuführen.

Hinweis

Bewegungsarmut ist ein gefährlicher Risikofaktor, dessen Auswirkungen meist erst mit zunehmendem Alter unmittelbar spürbar werden. Es gibt folglich nur ein wirksames Gegenmittel: Absage an eine allzu große Bequemlichkeit und Bereitschaft zu vermehrter körperlich sportlicher Aktivität, etwa in Form betrieblicher Sport- und Bewegungsangebote.

Dem Sporttreiben werden in der aktuellen wissenschaftlichen Literatur vielfältige physische Gesundheitswirkungen zugeschrieben. Auch auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden hat die sportliche Aktivierung positive Auswirkungen.

Auswirkungen von sportlicher Aktivität auf psychische Gesundheitsparameter:

Psychodynamische Wirkungen

  • Verbesserung der allgemeinen und speziellen Leistungsfähigkeit
  • Ausgleich und Kompensation zum beruflichen Alltag
  • Programm zur Stressbewältigung

Psychosoziale Wirkungen

  • Gemeinschaftsgefühl und Zugehörigkeit
  • Identifikation
  • Anerkennung durch soziale Bezugspersonen

Sport und Bewegung begünstigen die Aufnahme und Aufrechterhaltung menschlicher Beziehungen, besonders dann, wenn es sich um Gruppenübungen handelt.

Bei sportlicher Betätigung kann der Mensch völlig von der Arbeit abschalten und sich ganz nach seinen Anlagen und Vorstellungen entfalten. Gegenseitiges Verständnis ist plötzlich vorhanden, Rücksichtnahme wird zur Selbstverständlichkeit. Die Einsatzfreude ist erhöht. Innerhalb der Gruppe wirkt sich diese Verhaltensänderung als Zusammengehörigkeitsgefühl aus.

Hinweis

Die Förderung der Bewegung, z. B. in Form von Betriebssport, sollte also wegen ihrer positiven Folgen für das körperliche und psychische Wohlergehen und die allgemeine Leistungsfähigkeit immer in ein BGM integriert werden

 

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