Training im Kindesalter als Arbeitsfeld?

Vor 20 Jahren hätten vermutlich viele Experten diese Frage mit einem deutlichen "Nein" beantwortet, doch inzwischen haben sich die Zeiten geändert, wie man immer so schön sagt. Kinder und Jugendliche bewegen sich heutzutage deutlich weniger als noch vor 20 Jahren und die Zahl der übergewichtigen Kinder und Kindern mit gesundheitlichen Probleme, die auf Bewegungsmangel zurückzuführen sind, ist dramatisch gestiegen.

Noch vor ca. 20 Jahren musste bei kaum einem Kind darauf geachtet werden, wie es sich ernährt und dass es ein gezieltes Trainingsprogramm absolviert, damit es später keine schwerwiegenden Haltungsschäden oder dergleichen bekommt. In der Regel haben Kinder zwar einen natürlichen Bewegungsdrang, doch dieser wird heutzutage oft unterdrückt und wenn sich mal ein Kind mehr bewegen möchte als alle anderen, wird es gleich als hyperaktiv abgestempelt und bekommt Medikamente, damit es genauso lethargisch da sitzt wie seine Mitschüler.
Die Folge: Immer mehr Kinder erscheinen beim Arzt wegen Beschwerden, die eigentlich frühestens im Erwachsenenalter auftreten sollten wie Rückenschmerzen, Depression und Übergewicht.
Dabei ist es so einfach, die meisten Beschwerden schon im Keim zu ersticken und dafür zu Sorgen, dass die Kinder gesund erwachsen werden. Leider ist jedoch Bewegung aus den meisten Tagesabläufen von Kindern verbannt worden und entsprechende Bewegungsprogramm finden immer mehr Anklang, um langfristige Besserung für Kinder und ihre Eltern herbeizuführen. Somit ergeben sich hier vielfältige Möglichkeiten für Personen, die gerne mit Kindern arbeiten und deren Gesundheit nachhaltig verbessern möchten.

Inzwischen muss man eingangs gestellte Frage mit einem mehr als deutlichen "Ja" beantworten. Es werden langfristig schätzungsweise sogar noch mehr Menschen gebraucht, die sich für eine bessere Gesundheit von Kindern engagieren, da die technischen Neuerungen immer mehr auf dem Vormarsch sind und sich die Kinder als Folge noch weniger bewegen. Diese Menschen müssen noch nicht einmal Bewegungsexperten sein, viel wichtiger ist, dass sie wissen, worauf es Kindern ankommt und den Kindern wieder Spaß an Bewegung vermitteln.