Zucker – weniger ist mehr. Welche Möglichkeiten gibt es Zucker zu ersetzen? Teil 1 - Erythrit

Zucker enthält viele Kalorien und kann im Übermaß genossen zu Karies, Übergewicht und Herz-Kreislauferkrankungen führen. Ein gänzlicher Zuckerverzicht ist kaum möglich. Dennoch sollte der Zuckerkonsum eingeschränkt werden. Dabei kann der Ersatz von Haushaltszucker durch andere Süßungsmittel helfen. In zukünftigen Folgen dieser Serie stellen wir verschiedene Zuckeraustauschstoffe vor.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollen Erwachsene nicht mehr als 25 Gramm Zucker pro Tag konsumieren. Das ist nicht viel. Gerade in verarbeiteten Nahrungsmitteln ist oft Zucker u. a. in Form von Glukose, Fruktose, Maltrose oder Saccharose versteckt, wie ein Blick auf die Zutatenliste zeigt. Je weniger Fertigprodukte verzehrt werden, desto größer ist der Einfluss auf die Zuckermenge. Und es gibt viele einfache Alternativen: Naturjoghurt mit frischen Früchten beispielsweise hat weniger Zucker und mehr gesunde Inhaltsstoffe als Fruchtjoghurt aus dem Kühlregal. Saftschorle erfrischt besser und mit weniger Zucker als Fruchtsaft oder Limonade.

Wer auf die Zuckermenge achtet, stellt oft auch seinen eigenen Geschmack auf „weniger süß“ um. Ganz auf Zucker können dennoch die wenigsten verzichten. Aber es gibt verschiedene Möglichkeiten, Zucker durch andere Süßungsmittel zu ersetzen.

Zuckeraustauschstoff Erytrit – auch für Diabetiker geeignet
Der Zuckeralkohol Erythrit kommt z. B. in Algen, Pilzen, Melonen und Birnen vor. Er wird auf mikrobioeller Basis hergestellt und kann wie Zucker verwendet werden: zum Backen und Kochen, zum Süßen von Kaffee, Tee oder im Joghurt.

Bekannt und erhältlich ist Erythrit unter den Handelsnamen Sucolin, Erythritol oder Sera, zugelassen unter der Bezeichnung E 968. Sein großer Vorteil ist, dass er fast keine Kalorien hat und gut verträglich ist. Im Gegensatz zu anderen Zuckeraustauschstoffen verursacht Erythrit keine Darmbeschwerden und beeinflusst den Blutzuckerspiegel nicht. Somit ist er auch für Diabetiker geeignet. Sowohl vom Süßungsgrad als auch vom Aussehen her kommt Erythrit Zucker recht nahe. Dadurch fällt es gerade in der ersten Zeit leicht, auf Erythrit umzusteigen. Beim Backen hat sich Erythrit auch bewährt. Durch die kristalline Form gibt der dem Backwerk, anders als andere Ersatzstoffe, nicht nur Süße, sondern auch Volumen und Stabilität.

Wer Zucker ersetzen will findet in Erythrit eine Alternative: Ohne Kalorien, ähnlich in Geschmack und Aussehen, lässt er sich auch beim Kochen und Backen gut verarbeiten. Selbst Diabetiker können Erythrit in Maßen zu sich nehmen, da er sich nicht auf den Insulinspiegel auswirkt. Auch wenn die Süßungskraft ähnlich ist, sollte am Anfang nur mit der Hälfte der gewohnten Zuckermenge getestet werden.