Was hilft gegen Stress?

Stress ist eigentlich eine überlebenswichtige Funktion des menschlichen Körper-Geist-Systems. Stichwort: Säbelzahntiger! Stress sorgte dafür, dass man in kurzer Zeit nötige Reaktionen „abspult“. Doch in der heutigen Gesellschaft überwiegt oft der negative und vermeidbare Stress, der zudem noch mittel- bis langfristig anhält. Hier bekommst du 3 Tipps gegen den Stress. 

Stress ist in der heutigen Zeit fast unumgänglich. In diesem Magazinbeitrag erhältst Du 3 einfache Tipps gegen Stress.

Ein effektives Anti-Stressmanagement findet auf 3 Ebenen statt:

  • Akute Ebene
  • Regenerative Ebene
  • Mentale Ebene

Mit der akuten Ebene ist gemeint, dass direkt auf einen Stressreiz eine bewusste Reaktion erfolgt, die den Stress ansatzweise abperlen lässt. Dadurch ist man weniger angreifbar und man bleibt in einem guten Zustand. Stressoren gibt es viele: Hitze, Kälte, Hunger, Zeitdruck, Überforderung, verbale Angriffe, soziale Konflikte – u.v.m. In einem akuten Stressmoment aber hilft nur eine akute Gegenabwehr. Wenn gerade ein stressiges Konfliktangebot „reinkommt“, zum Beispiel gibt es überraschend negative Kritik vom Chef, hilft eine kleine Strategie, den Stressmoment ein wenig zu erleichtern: Rücken/Hals/Schultern gerade aufrichten, tief durchatmen und im inneren Dialog einen Satz formulieren wie „OK, also Stress – jetzt unbedingt sich selbst überwinden und entspannt reagieren!“ 

Die regenerative Ebene meint, dass man mittel- und langfristig etwas tun sollte, um grundsätzlich ein niedrigeres Stressniveau zu erreichen. Gut geeignet sind hier zum einen typischen Entspannungskurse und -techniken, die sich mit Atmung, Körperentspannung, Autogenem Training, etc. befassen. Und zum anderen sind ganz individuelle Anti-Stress-Techniken gemeint wie die wöchentliche Jogging-Runde, das Feierabend-Bierchen mit Freunden, der Kino-Besuch, der Ausflug in eine Wellness-Oase, etc. Wichtig ist eben, dass man es regelmäßig und über einen längeren Zeitraum tut – hier sind die Gestaltungsmöglichkeiten ganz individuell.

Und die mentale Ebene befasst sich mit der eigenen Wahrnehmung und Erfahrung. Nehmen wir mal als Beispiel zwei Musiker, die beide am selben Abend auf derselben Bühne ein Konzert spielen sollen. Nun denkt Musiker A so etwas wie „Oh je, ich bin ganz nervös, meine Hände zittern schon, ich habe Lampenfieber, bestimmt verspiele ich mich in Takt 43…“ Und Musiker B denkt „Oh, toll, wieder ein Konzert! Mir geht es gut und ich kann zeigen, was ich kann…“ Je nach ihrer Persönlichkeit, die im Wesentlichen von Erfahrung und Wahrnehmung geprägt ist, entsteht entweder Stress – oder eben nicht – und das in einer identischen Situation! Die mentale Bewertung von Stress-Reizen gilt es konstruktiv und effektiv zu ändern. Sich reflektieren und hinterfragen „Wie muss ich denken, um auf der Bühne überhaupt Stress fühlen zu können?!“ ist ein guter Ansatz, um eine mentale Neubewertung vorzunehmen. In diesem Beispiel könnte Musiker A zum sprichwörtlichen „Stress-Trainer“ für Musiker B werden… und umgekehrt

Zusammenfassung

Man ist dem Stress nicht ausgeliefert. Neben der logischen Vermeidung von Stressquellen, was natürlich nicht immer realistisch ist, gilt es mit einem Stressmanagement auf 3 Ebenen aktiv zu werden. Die Mühe lohnt sich und hält gesund!

Autor des Magazinbeitrages

Martin Sutoris

  • Mentaltrainer
  • Dozent und Tutor der Academy of Sports

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