Vitamin D: Erhaltungstherapie sinnvoll?

Im ersten Blogbeitrag sind wir der Frage nachgegangen, ob Vitamin D hochdosiert hilfreich oder gefährlich ist und wann eine Behandlung überhaupt Sinn macht. In diesem Blogbeitrag gehen wir der Frage auf den Grund, ab wann man von hochdosiertem Vitamin D spricht und wie hoch der Vitamin D-Spiegel überhaupt sein sollte.

Ab wann spricht man von "hochdosiertem Vitamin D"?

Wie bereits erwähnt, gehen die wissenschaftlichen Meinungen sehr weit auseinander, welche Gabe von Vitamin D als "normal" bzw. "hochdosiert" anzusehen ist. Nichtsdestotrotz schauen wir uns diese sinnvolle Einteilung an:

  • Niedrige Dosis: 400-1.000 i.E./ Tag Ziel: Erhaltungstherapie im Sommer
  • Mittlere Dosis: 2.000-6.000 i.E./ Tag Ziel: Erhaltungstherapie im Winter
  • Hohe Dosis: 7.000-10.000 i.E./ Tag Ziel: Stoßtherapie, schwere Krankheiten       

Hier wird deswegen zwischen Erhaltungstherapie im Sommer und Winter unterschieden, weil im Sommer noch bis zu 2.000 i.E. pro Tag über direkte Sonneneinstrahlung auf der Haut vom Körper selbst gebildet werden können. Dies fällt jedoch spätestens ab Oktober in Deutschland weg, daher ist die Erhaltungstherapie im Winter deutlich höher anzusetzen.

Wie hoch sollte der Vitamin D-Spiegel denn überhaupt sein?

Vitamin D hochdosiert hilfreich oder sogar gefährlich? In diesem 2. Teil des Blogbeitrags gehen wir der Frage nach, ab wann man von "hochdosiertem Vitamin D" spricht und wie hoch der Vitamin D-Spiegel denn überhaupt sein sollte?

Selbst nach der kurzfristige Gabe von hochdosiertem Vitamin D, sollte der Wert nicht deutlich über 60ng/ml liegen, denn höhere Werte werden unter natürlichen Bedingungen selbst bei Naturvölkern nicht gemessen, die fast den ganzen Tag an der frischen Luft sind. Bei Rettungsschwimmern in Feriendomizilen werden Werte von um die 100ng/ml erzielt, allerdings kann dabei nicht gerade von einem natürlichen Verhalten sprechen, wenn man sich 8 Stunden in der prallen Sonne aufhält. Demzufolge sollte dauerhaft ein Wert zwischen 40 und 60ng/ml gehalten werden, um Beschwerden oder Erkrankungen aufgrund eines Vitamin D-Mangels zu vermeiden.

Zusammenfassung

Fazit: Vitamin D hilfreich?
Die Antwort muss ganz klar lauten: Ja! Die oben beschriebenen positiven Effekte ließen sich durch zahlreichen Studien belegen. Jedoch sollte regelmäßig und vor allem vor der Einnahme der aktuelle Vitamin D-Wert bestimmt werden, um die optimale Dosierung herauszufinden.

Autor des Magazinbeitrages

Martin Sunderbring - Dipl. Sportwissenschaftler - Personal Trainer - FPZ-RückenschmerztherapeutMartin Sunderbrink

  • Dipl. Sportwissenschaftler
  • Personal Trainer
  • FPZ-Rückenschmerztherapeut
  • Dozent und Tutor der Academy of Sports

Quellenangaben (Stand: 01.2020)

Zurück