Nutzen von Testings im Breitensport

Im Grunde steht im Breitensport der Spaß an der Bewegung und der Teamgeist meistens im Vordergrund. Daher halten einige Trainer im Breitensport Testverfahren für ihre Mannschaften für überflüssig oder unangebracht. Dass genau diese jedoch enorm dazu beitragen können, dass die Motivation innerhalb der Mannschaft gesteigert wird und durch mehr Erfolge auch mehr Spaß entsteht, scheint dem Ein oder Anderen bisher entgangen zu sein.

Trainer im Breitensport meiden oft Testverfahren für ihre Mannschaften. Welche positiven Wirkungen Testings auf Spieler haben, liest du in diesem Blogbeitrag.Sicherlich haben Vereine im Breitensport aufgrund niedrigerer Mitgliedsbeiträge im Vergleich zu Fitnessstudios oder Profi-Sportvereinen etwas eingeschränktere Möglichkeiten, mehrfach umfangreiche kostspielige Testverfahren in allen Mannschaften einzusetzen. Daher ist es umso schöner zu wissen, dass selbst ohne finanzielle Aufwendungen relativ gute aussagefähige Ergebnisse zu Tage kommen können. Sehr beliebt ist beispielsweise der Cooper-Test als Diagnostik für die Grundlagenausdauer. Dieser Test ist im Grunde überall ohne zusätzliche Hilfsmittel außer Stoppuhr und Schreibmaterial möglich. Einziger Nachteil ist, dass er wirklich nur die Grundlagenausdauer widerspiegelt. Etwas spezifischer wäre da z.B. der Shuttle-Run-Test. Dieser ist inzwischen sehr beliebt in den Spielsportarten wie Fußball, Handball, Tennis etc. Studien haben gezeigt, dass eine bessere Leistung in diesem Test auch zu einer verbesserten Leistung im Wettkampf führt.

Führe ich als Trainer diesen Test zu Saisonbeginn durch, kann ich ziemlich gut erkennen, welcher Spieler noch Schwächen aufweist, was seine Ausdauerleistungsfähigkeit angeht und kann entsprechende Trainingsmaßnahmen mit einbauen, um das nächste Testergebnis und auch die Leistung im Wettkampf zu verbessern.

Die dazu erforderlichen Materialien sind in der Regel bereits für das Training vorhanden wie Hütchen, Stoppuhr etc. Es gibt sogar professionell aufgenommene MP3-Dateien, die dafür eingesetzt werden können. Es gibt also durchaus sehr praktikable Möglichkeiten, mit kleinem Aufwand, Testings im Breitensport einzusetzen. Besonders hervorzuheben ist die angespornte Motivation der Spieler, zum einen ein gutes Testergebnis zu erzielen und sich bis zum nächsten Testing zu verbessern. In der Mannschaft werden ganz neue Anreize geschaffen und Testings verbinden auch die Spieler untereinander, weil sie gemeinsam eine große Anstrengung überwunden haben für ein gemeinsames übergeordnetes Ziel, nämlich eine bessere Leistung im Wettkampf zu zeigen und damit mehr Erfolg und mehr Spaß an der Ausübung der Sportart zu haben.

Zusammenfassung

Testings im Breitensport lassen sich in der Regel mit minimalem zeitlichen Aufwand und teilweise sogar ohne finanzielle Aufwendungen in die Praxis umsetzen. Die Testings haben positive Wirkung auf die Motivation der Spieler, stärken den Teamgeist und ermöglichen dem Trainer gezielte Trainingsmaßnahmen, um mehr Potenzial aus seiner Mannschaft herauszuholen. Dies zeigt sich in erfolgreicheren Wettkämpfen, was auch zu mehr Spaß bei den Spielern beiträgt. Alles in allem also absolut empfehlenswert und sinnvoll.

Autor des Magazinbeitrages

Martin Sunderbring - Dipl. Sportwissenschaftler - Personal Trainer - FPZ-RückenschmerztherapeutMartin Sunderbrink

  • Dipl. Sportwissenschaftler
  • Personal Trainer
  • FPZ-Rückenschmerztherapeut
  • Dozent und Tutor der Academy of Sports




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