Functional Training für Kinder

Es ist unbestritten wichtig für die kindliche Entwicklung, dass Kinder sich möglichst vielseitig und abwechslungsreich bewegen. Besonders 3-dimensionale Bewegungsmuster sind hier gefragt, da Kinder zunehmend vor Smartphone, Laptop oder Fernseher sitzen. Wäre also Functional Training für Kinder sinnvoll oder ist das sogar etwas übertrieben?

Kinder sollten sich möglichst abwechslungsreich bewegen. Ob Functional Training auch für Kinder sinnvoll ist, liest du in diesem Blogbeitrag.Ob wir es nun Functional Training für Kinder nennen, wäre die nächste wichtige Frage. Sicherlich sollte bei Kindern ein anderer Aspekt bei sportlicher Betätigung im Vordergrund stehen, nämlich der Spielerische. Hier kommt es weniger auf Einhaltung von Zeitintervallen und möglichst hohem Puls an, sondern vielmehr darauf, auf spielerische Art und Weise möglichst vielfältige Bewegungen unter Einbezug möglichst vieler Muskelgruppen anzubieten.

Insbesondere die koordinativen Herausforderungen stellen heutzutage viele Kinder vor schier unlösbare Aufgaben. Inzwischen gehen sportliche Hobbys zwischen langen Schulzeiten, Hausaufgaben, Lernen, Musikschule und anderen Verpflichtungen bei vielen Kindern völlig unter. Wen wundert es da, dass die Kinder schlecht still sitzen können und Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren, wo doch ihr Körper nach Bewegung lechzt?

Hier bietet vielseitiges Training für Kinder eine wunderbare Möglichkeit, gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Zum einen wird dem Bewegungsmangel der Kinder entgegengewirkt. Durch 3-dimensionale Bewegungen wird eine optimale Entwicklung von Gehirn und Bewegungsapparat ermöglicht und gleichzeitig können durch spielerische Elemente wie z.B. kleinere Wettkämpfe auch noch Motivation und Ehrgeiz der Kinder gefördert werden. Hierzu bieten sich beispielsweise verschiedenen Fortbewegungsarten wie ein Tier an, sodass die Kinder auf allen Vieren gehen und dabei zusätzliche Bewegungsaufgaben erfüllen. Darüber wird zusätzlich sogar die Kreativität der Kinder gefragt und ganz besonders wichtig: Es macht den Kindern Spaß und sie verknüpfen sportliche Betätigung positiv, was sich auch langfristig sehr förderlich erweisen kann.

Zusammenfassung

Sicherlich sollte Training für Kinder nicht gerade als "Functional Training" verkauft werden. Vielmehr sollte im Vordergrund stehen, dass Kinder auf spielerische Art 3-dimensionale Bewegungen mit dem eigenen Körpergewicht oder kleinen Zusatzgewichten in Form von z.B. Wasserflaschen durchführen und das Ganze in erster Linie Spaß bringt und damit positiv verknüpft wird. Davon profitieren Kinder jeglichen Alters und wirken dem alltäglichen Bewegungsmangel sowie oft 2-dimensionaler Beanspruchung durch Smartphone oder Fernsehen entgegen. Unterm Strich wird somit eine möglichst physiologische Entwicklung der kognitiven und koordinativen Fähigkeiten ermöglicht.

Autor des Magazinbeitrages

Martin Sunderbring - Dipl. Sportwissenschaftler - Personal Trainer - FPZ-RückenschmerztherapeutMartin Sunderbrink

  • Dipl. Sportwissenschaftler
  • Personal Trainer
  • FPZ-Rückenschmerztherapeut
  • Dozent und Tutor der Academy of Sports


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