Coaching – was ist das eigentlich?

In den letzten Jahren ist in den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung, Personalentwicklung aber auch in den Feldern der Gesundheit, Ernährung, Fitness sowie vielen mehr wohl kein Wort öfter gefallen als: Coaching! Das Wort klingt nicht nur schick - man kann sogar ganz einfach alle denkbaren Beratungsleistungen darunter subsumieren. Wer sich als „Wissensvermittler“ ganz einfach Coach nennt, ist automatisch Teil eines wachsenden Marktes.

In den letzten Jahren ist in den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung, Personalentwicklung aber auch in den Feldern der Gesundheit, Ernährung, Fitness sowie vielen mehr wohl kein Wort öfter gefallen als: Coaching! Mehr Infos dazu in diesem Magazinbeitrag.

Coaching ist eine Subkategorie des übergeordneten Marktes der Beratung. Damit ist Coaching zunächst eine Dienstleistung – jedoch eine, die sich streng genommen von anderen Beratungsdiensten abgrenzt. Doch welcher Berater genau ist nun eigentlich Coach und wer ist es nicht? Hier kommt ein Überblick über Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Ein Berater ist eine Person, die aufgrund ihrer Qualifikation und Erfahrung in einem bestimmten Wissensgebiet zum Experten geworden ist. Im Rahmen der Beratung stellt der Berater eine Problem-Situation seines Klienten fest und entwickelt nicht nur ein Ziel, sondern auch einen praktikablen Weg zum Ziel. Dabei stellt er ebendiese Expertise zur Verfügung und arbeitet nicht selten persönlich an der Zielerreichung mit. Beispielsweise kann ein Ernährungsberater so einem Klienten helfen, sich gesünder zu ernähren oder Körpergewicht abzubauen. Die Kernaussage der Beratung lautet sinngemäß: „Wenn Sie von A nach B wollen, zeige ich Ihnen, wie das geht!“ Beispiel: Ein langjähriger Mitarbeiter aus dem Personalwesen macht sich als Berater selbständig und berät mit seinem Fachwissen Unternehmen darin, wie sie die besten Bewerber finden und einstellen.

Ein Trainer ist eine Person, die Menschen in einer bestimmten Fähigkeit entwickelt. Der Trainer verfügt selbst in einem hohen Maße über diese Fähigkeit und ist dem Klienten somit voraus. Damit ist der Trainer auch immer so etwas wie ein Lehrer – und im Zweifel ist es ok, dass sein Trainee oder Schüler besser und erfolgreich als er selber wird, nachdem er eine Beratung absolviert hat. Die Kernaussage von Training lautet sinngemäß: „Wenn Sie in A besser werden wollen, zeige ich Ihnen die richtigen Übungen dafür!“ Zum Beispiel:

  • Fußballtrainer
  • Personal Trainer
  • Instrumentallehrer
  • EDV-Trainer u.v.m. 

Der Coach hat zu den beiden anderen die Gemeinsamkeit, dass es um Weiterentwicklung geht. Aber der wesentliche Unterscheid ist, dass der Coach nicht in puncto Wissen oder Fähigkeiten berät oder trainiert. Vielmehr leistet ein Coach Hilfe zur Selbsthilfe. Dazu hat er Methoden gelernt. Es ist noch kein guter Coach einfach nur vom Himmel gefallen, um fach- und themenübergreifend seinen Klienten zu entwickeln. Im Zentrum der Arbeit steht das Vorgehen mit klugen Fragetechniken. Die Kernaussage von Coaching lautet sinngemäß: „Sie sind also bei A – wo wollen Sie denn stattdessen hin und welche Fähigkeiten brauchen Sie dazu?“ Beispiel:

  • Führungskräftecoaching
  • Vertriebscoaching
  • Persönlichkeitscoaching u.v.m.

Aber auch Therapeuten sind Berater. Sie unterliegen im Gegensatz zu allen anderen Beratungsformen bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen. Als Therapeut muss ein Studium sowie Zusatzqualifikationen und eine Approbation vorliegen – ansonsten macht man sich strafbar, wenn man therapiert. Alle anderen Berater, Coaches, Trainer, etc. brauchen theoretisch keine besonderen Voraussetzungen zu erfüllen. Therapeuten arbeiten nicht ergebnisorientiert, sondern prozessorientiert. Sie analysieren Probleme und die Lösung derer steht nicht unbedingt im Vordergrund. Die Kernaussage der Beratung lautet sinngemäß: „Sie stecken also in A fest – schauen wir doch mal, warum das so ist.“ Beispiel: Ein Therapeut versucht mit seinem Klienten (der hier auch gern Patient genannt wird) eine Klaustrophobie oder Depression zu überwinden – ein Erfolg kann nicht garantiert werden und ggf. werden auch eine Medikation herangezogen.

Und dann gibt es noch die ganzen „Mischformen“ wie zum Beispiel Supervisoren, Mediatoren, Referenten, u.a. sowie die ganzen „medialen Beratungen“ in Form von Blogs, Büchern und Apps.

Zusammenfassung

Coaching ist nicht gleich Coaching! Mancher Coach ist eigentlich eher ein Berater, der Ratschläge erteilt. Und manche Berater coachen eigentlich eher, als dass sie beraten. Man kann kaum den Anspruch haben, alle Berater, Coaches, usw. zu klassifizieren und streng abzugrenzen.

Autor des Magazinbeitrages

Martin Sutoris

  • Mentaltrainer
  • Kommunikationstrainer
  • Dozent und Tutor der Academy of Sports

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