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Trainingsziele im Fußball

Ohne Visionen und Ziele wird die Tätigkeit als Trainer perspektivlos. Was jedoch ist eine Vision bzw. ein Ziel, und wie kann ich diese mit meiner Mannschaft erreichen? Nachstehend werden wir versuchen, diese Fragen zu beantworten.

Visionen sind Wünsche, Träume und Phantasien – konkret wird eine Vision als Vorstellung (Imagination) bezüglich eines Zustandes in der Zukunft definiert.

Allein durch das Aussprechen werden Visionen deutlicher. Aber manches, was einem Trainer verrückt vorkommt, rückt allein durch das Aufschreiben weiter in den Bereich des Möglichen.

Man sollte sich jedoch nicht zwingen, sämtliche Wünsche und Träume gleich aufzuschreiben. Manches wird sich im Laufe der weiteren Trainertätigkeit verändern, dazukommen oder auch wegfallen. Wichtig ist, dass diese Visionen niemanden etwas angehen – es sind Träume und Phantasien des Trainers, der Teambetreuer und der gesamten Mannschaft, die allen Beteiligten helfen, die Trainingsarbeit besser zu meistern.

Visionen eines Fußballtrainer können sein:

  • Bundesligatrainer zu werden
  • die Meisterschaft zu erringen, obwohl die Leistungsstärke des Teams gering ist
  • Alle Spieler meines Teams befinden sich auf einem hohen Leistungsstand und sind gesund bzw. verletzungsfrei

Ziele hingegen müssen aussagefähig, realistisch, objektiv überprüfbar, messbar und annehmbar sein. Im Regelfall entwickelt man Ziele aus Visionen. Für das Erreichen eines Ziels hat man einen festen Termin, und die Ziele sollten jedem Spieler bekannt sein. Auch hier gilt: Das Aussprechen der Ziele hilft, und man kommt als Trainer der Umsetzung näher. Das Aufschreiben ist hier noch wichtiger als bei den Visionen.

Wie definiert man Ziele?

Beispiel: Unser Ziel ist es, das Punktspiel am nächsten Samstag zu gewinnen!

Überprüfung:

  • Aussagefähig? Ja, wir wollen das Spiel gewinnen.
  • Realistisch? Ja, unser Gegner ist keine Übermannschaft.
  • Objektiv prüfbar? Ja, ein Endergebnis zeigt den Ausgang.
  • Messbar? Ja, es wird ein Ergebnis geben.
  • Annehmbar? Ja, wir als Mannschaft nehmen das Ziel ehrlich an.

Der Weg zum Hauptziel kann über Teilziele erreicht werden. Nur, wenn man beim Nichterreichen eines Teilzieles gegensteuert, hat man die Möglichkeit, das Endziel noch zu erreichen.

Vor allem im Steuerungsschritt der Diagnose obliegt es dem Trainer, beobachtetes Spielverhalten auch auf Stärken bzw. Schwächen im differenzierten Leistungsgefüge zu beziehen oder diese daraus abzuleiten – und gegebenenfalls mittels motorischer Testverfahren explizit zu überprüfen, um Interventionsmöglichkeiten zu bestimmen (vgl. hierzu folgende Abbildung).

Lexikon | Die Generierung von Trainingszielen aus dem Wettkampfverhalten

Die Generierung von Trainingszielen aus dem Wettkampfverhalten

Im Rahmen des sportspielspezifischen Athletiktrainings werden Trainingsziele in

  • übergeordnete Ziele (Wertorientierung, Absichten und Sinngebung des Trainings),
  • Teilziele (Sollzustände der konditionellen Fähigkeiten, der Technik, der Taktik, der Einstellung und die daraus resultierende Wettkampfleistung) und
  • Zielkomponenten (zu erreichende Einzelergebnisse innerhalb der direkten Einflussgrößen Kondition, Koordination, Technik und Taktik)

unterteilt.

Trainingsziele sind nur dann zu erreichen, wenn man zielgerichtete Maßnahmen zur Zielerfüllung einleitet. Konkrete Trainingsmaßnahmen beziehen sich somit unmittelbar auf angesteuerte Zielkomponenten.

 

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