Prinzip der ansteigenden Belastung
Der Organismus passt sich mit der Zeit an Reize an. Dadurch ist ein und derselbe Reiz irgendwann nicht mehr überschwellig, sondern unterschwellig und bewirkt somit keine Trainingsanpassung mehr. Als Konsequenz muss die Trainingsbelastung fortwährend angepasst werden.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Training anzupassen. Eine davon ist zunächst die Trainingshäufigkeit. Wird häufiger trainiert, steigt die Belastung und die Intensitätsschwelle wird angemessen überschritten. Als nächstes kann der Umfang der Belastung angepasst werden, also etwa die Anzahl der Übungen in einer Trainingseinheit oder auch die Anzahl der Trainings in einer Woche. Die Dichte der Belastung, also die Zeitspanne zwischen den Einheiten, ist ebenfalls eine mögliche Steuerung. Die Belastungsintensität ist eine vierte und letzte Möglichkeit, einen trainingswirksamen Reiz über ansteigende Belastung zu erzeugen. Sie kann beispielsweise in der im Training herrschenden Herzfrequenz oder in der benötigten Kraft gemessen werden.
Je besser der Trainingszustand einer Person ist, desto geringer ist der Leistungszuwachs im Verhältnis zum eingesetzten Trainingspensum. Dies bedeutet, dass untrainierte Menschen oder sportliche Anfänger mit relativ wenig Training und einer im Verhältnis sehr geringen Belastung starken Zuwachs in der Leistung verzeichnen. Je fortgeschrittener der Sportler ist, desto geringer wird der Zuwachs. Ist die Belastung zu groß, sogenanntes Übertraining, kann die Leistung sogar abnehmen. Die folgende Abbildung bildet diesen Zusammenhang schematisch ab.

Auswirkung des Trainingszustandes auf den Leistungszuwachs bei steigendem Trainingspensum
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