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muskuläre Dysbalancen

Bei einer muskulären Balance wird das Gelenk durch die das Gelenk überziehenden agonistischen und antagonistischen Muskeln in einer physiologischen Stellung gehalten. Ist das Verhältnis von Agonist und Antagonist gestört, entsteht eine muskuläre Dysbalance. Ursache kann entweder die Hypertrophie des Antagonisten sein, weshalb der Agonist im Verhältnis schwächer wird, oder eine Atrophie des Agonisten selbst, weshalb der Antagonist stärker erscheint. In beiden Fällen treten einseitige Kräfte auf, die aufgrund resultierender ungünstiger Gelenkbelastungen zu Verschleißerscheinungen des Gelenkes führen können.

Unter muskulären Dysbalancen versteht man also das Ungleichgewicht zwischen Kraft und Dehnfähigkeit eines Muskels im Bereich der dazugehörenden Gelenke. Dieses Ungleichgewicht kann auftreten:

  • zwischen Agonist und Antagonist an einem Gelenk, zum Beispiel zwischen Kniegelenkstreckern (M. quadriceps femoris) und Kniegelenkbeugern (Mm. ischiocrurales),
  • zwischen den Muskeln in einer Muskelschlinge (die höchste Belastung erfährt dabei immer das schwächste Glied in der Kette),
  • zwischen linker und rechter Körperseite oder linker und rechter Extremität.

Ursachen für muskuläre Dysbalancen

Ursachen für ein gestörtes muskuläres Gleichgewicht im Alltag können zum Beispiel einseitige Arbeitshaltungen oder häufiges Sitzen auf wenig körpergerechten Sitzmöbeln sein. Bewegungsmangel oder Fehlstatik des passiven Bewegungsapparates, etwa infolge eines falschen Schuhwerks, können ebenso zu Dysbalancen beitragen. Nicht zuletzt können auch psychische Belastungen über damit einhergehende Fehlhaltungen (zum Beispiel geduckte Haltung) negative Effekte bewirken. Muskuläre Dysbalancen sind jedoch auch häufig Folge von Erkrankungen am passiven oder aktiven Bewegungsapparat.

Im Sport beeinflussen zum Beispiel Fehl- und Überbelastungen das muskuläre Gleichgewicht, ebenso wie eine einseitige Ausbildung der leistungsbestimmenden Muskulatur und fehlendes Ausgleichstraining. Zu häufiges Wettkampftraining und zu kurze Regenerationsphasen können ebenfalls Dysbalancen begünstigen.

 

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