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Kohlenhydratladen

Dadurch soll durch eine Superkompensation der Glykogenspeicher mehr Wasser in den Muskel gezogen werden, sodass dieser praller und voller aussieht und im Idealfall nicht nur größer wirkt, sondern sogar größer ist. Dies konnte jedoch nicht in allen Untersuchungen bestätigt werden. Es sei jedoch auch dazu gesagt, dass es rund um dieses Thema nur geringfügiges wissenschaftliches Material gibt und bei den meisten Studien handelt es sich eher um Fallstudien und Erfahrungen. Gerade hier lassen sich jedoch einzelne Fälle herausfiltern, bei denen Umfangsvergrößerungen um bis zu knapp 5 % durch das Aufladen mit Kohlenhydraten und Flüssigkeit (!) realisiert werden konnten.

Die Menge an Kohlenhydraten die aufgenommen wird muss sich am einzelnen Athleten orientieren und an der allgemeinen Kohlenhydrattoleranz. Es empfiehlt sich, das Kohlenhydratladen nicht in vollem Umfang auf den letzten Tag vor dem Wettkampf zu legen, sondern den Großteil des Loadings auf zwei Tage vor dem Wettkampftag einzuplanen. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, am Tag vor dem Wettkampf noch eventuelle Korrekturen vornehmen zu können. Ziel muss es sein, den genauen Punkt zu treffen, um die maximale Menge an Flüssigkeit über Kohlenhydrate in die Muskelzellen zu ziehen, ohne dabei zu viel Kohlenhydrate zuzuführen, sodass diese nicht mehr optimal aufgenommen werden können. Es geht also insgesamt weniger darum, einzelne Nährstoffe oder ähnliches zu streichen, sondern darum die perfekte Balance zu finden. Die Flüssigkeitszufuhr bleibt dabei dauerhaft konstant, die Kohlenhydratzufuhr wird einem Optimum immer weiter angenähert, um zum entscheidenden Zeitpunkt einen vollen und prallen Look zu haben.

Ist der Athlet beispielsweise „überladen“ und weist eine Formverschlechterung auf, kann mit einer leichten Trainingseinheit dafür gesorgt werden, dass die überschüssigen Kohlenhydrate verbrannt werden und der Sportler am Wettkampftag die gewünschte Härte erreicht.

Ist der Athlet hingegen noch immer flach und wirkt eher dünn, kann mit zusätzlichen Kohlenhydraten und reichlich Flüssigkeit noch einmal „nachgeladen“ werden, um das erhoffte Ergebnis zu erzielen.

Bei optimaler Form kann sich der Athlet entspannt zurücklehnen und lediglich dafür sorgen, dass die Kohlenhydratspeicher gut gefüllt bleiben bis zum Wettkampf.

Wichtig ist jedoch noch zu beachten, mit welcher Art an Kohlenhydraten geladen wird. Die Lebensmittelauswahl kann zu diesem Zeitpunkt durchaus kritisch sein. So sollten ausschließlich Kohlenhydratquellen verwendet werden, die der Sportler auch während der Diät regelmäßig konsumiert und gut toleriert hat. Lebensmittel, die nicht auf dem Diätplan während den Wochen vor dem Wettkampf standen oder die der Sportler schlecht verträgt oder die potentiell blähend wirken können, sollten vermieden werden.

Dies gilt jedoch für die Lebensmittelauswahl generell. Diskussionen ob Milchproteine in den Wochen vor dem Wettkampf gestrichen werden sollten, erübrigen sich dadurch. Wenn der Athlet bisher Milchprodukte verzehrt hat und damit gut in Form gekommen ist und bereits 1-2 Wochen vor dem eigentlichen Wettkampf seine Wettkampfform erreicht hat, muss sich auch in der letzten Woche keine Gedanken darüber machen, ob das Milchprotein nun gestrichen werden sollte oder nicht.

Auf der anderen Seite: wenn Sportler noch nicht die geforderte Härte eine Woche vor dem Wettkampf mitbringen, wird auch ein Streichen der Milchprodukte daran nichts mehr ändern. Es muss also unterm Strich bereits während der Wettkampfvorbereitung auf die individuelle Verträglichkeit geachtet werden.

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